Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland - BDAJ

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Freitag, 24 Mai 2013

Novum: Der BDAJ startet die „Hochschulgruppen-Initiative“

Der BDAJ-Bundesvorstand betont seit langer Zeit, wie wichtig es ist, dass sich junge Menschen in die Gesellschaft einbringen und sie mitgestalten, damit sie dadurch ihre Zukunft nicht von anderen beeinflussen lassen,

sondern selbstbestimmen können. Der BDAJ hat bisher auf Bundes-, Regional- und Ortsebene vielen Jugendlichen die Möglichkeit geboten, dafür aktiv zu werden. Ab heute kommt aber eine neue Möglichkeit hinzu.

 

 

Im Mai 2011 startete die „BDAJ Hochschulgruppen-Initiative“, abgekürzt „BDAJ-HGI“. Das Ziel: Die Gründung von BDAJ-Hochschulgruppen an deutschen Hochschulen, damit sich Jugendliche auch dort organisieren und die Arbeit des BDAJ in einem akademischen Umfeld ausüben können. Denn was einige vielleicht nicht wissen, ist die Tatsache, dass Hochschulen für junge engagierte Menschen, die die Gesellschaft mitgestalten wollen, ein riesiges Potential beherbergen – und zwar in vielerlei Hinsicht.

 

Werden wir uns einer Sache bewusst: Hochschulen sind die Orte, an denen sich viele Gestalter der Gesellschaft  von morgen aufhalten. Wenn wir also unsere Zukunft nach den humanistischen und friedvollen Idealen der alevitischen Lehre mitgestalten und alevitische Wertevorstellungen zukünftig einer größeren Anzahl von Personen zugänglich machen wollen, dann sind Hochschulen mitunter die ersten Orte, an denen wir ansetzen müssen.

 

Hochschulen sind die Zentren der Wissenschaft, also genau die richtigen Orte für Forschungen und wissenschaftliche Gedanken. Wenn wir uns vor Augen führen, dass die Wissensaneignung und damit verbunden die Wissenschaft im Alevitentum eine sehr zentrale Rolle spielt, können wir uns herleiten, was für eine Chance uns durch eine Organisation an Hochschulen geboten wird: Das Alevitentum, das seit jeher nur mündlich tradiert wurde, kann nun wissenschaftlich erforscht und interpretiert werden. Das wird uns vielleicht neue Erkenntnisse zum alevitischen Glauben liefern und diesen bereichern.

 

Durch die Organisation an deutschen Hochschulen können wir aber auch etwas Weiteres in Bewegung setzen, was seinen Beitrag dazu leisten könnte, in die Geschichte der alevitischen Verbände Europas einzugehen: Durch die Hochschulbewegung könnten wir die Einrichtung des alevitischen Lehrstuhls an mehreren deutschen Hochschulen mittragen. Dies würde wiederum den vorherigen Punkt zur Folge haben, also dafür sorgen, dass das Alevitentum wissenschaftlich erforscht wird und dass nachfolgende Generationen eine bereicherte Form der Tradierung erleben würden.

 

Hochschulen bieten für engagierte Menschen viele Möglichkeiten, die dazu  genutzt werden können, effektiv und – das ist das wichtigste – nachhaltig zu arbeiten. Hochschulen bieten eine Vielzahl von Ressourcen, die in die Kinder- und Jugendarbeit einbezogen werden können, so z.B. die Arbeiten unterschiedlicher Dozenten, das Netzwerk an Studenten und wissenschaftlichem Fachpersonal mit den unterschiedlichsten Studienrichtungen, Interessen und Fähigkeiten und das unschätzbare Wissen, welches die einzelnen Hochschulen ausmacht. All diese Punkte und noch viele mehr würden dafür sorgen, dass sich die Arbeit des BDAJ auf ein höheres Level bringen lässt und noch professioneller wird, wodurch wir in Deutschland als Migrantenjugendselbstorganisation neue Maßstäbe setzen könnten. Davon würde letzten Endes aber nicht nur die Verbandsstruktur, sondern auch jeder einzelne junge Mensch innerhalb des BDAJ profitieren, weil er ein breiteres Angebot nutzen könnte, das ihn die besten Startvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft gibt, die er selber mitgestalten kann.

 

Aus diesem Grund haben wir uns für diese Initiative entschieden und uns dazu bereit erklärt, deutschlandweit Hochschulgruppen zu gründen. Um dies möglichst effizient zu machen, müssen wir aber zunächst wissen, an welchen Hochschulen das meiste Potential existiert, die wir dann als Vorreiter in dieser Initiative nutzen können.

 

Wenn ihr also daran interessiert seid, an eurer Hochschule eine BDAJ-Hochschulgruppe zu gründen und/oder ihr beizutreten und in ihr aktiv zu werden, dann müsst ihr nur zwei Punkte befolgen:

 

1. Sorgt dafür, dass jeder alevitische Student von der „BDAJ Hochschulgruppen-Initiative“ gehört hat und weiß, dass der BDAJ Studenten dabei unterstützt, Hochschulgruppen zu gründen. Setzt euch dafür mit euren Freunden oder Bekannten zusammen und sprecht mit ihnen, oder nutzt die bekannten Social Networks, um so viele Studenten wie möglich zu informieren.

2. Leitet die Kontaktdaten aller Studenten, die an der „BDAJ Hochschulgruppen-Initiative“ interessiert sind, per E-Mail an den BDAJ weiter. Jeder soll seinen Namen, seine Hochschule, seine Studienrichtung und seine E-Mail-Adresse an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. senden, damit wir wissen, wie viele Leute an welcher Hochschule an der Gründung einer BDAJ-Hochschulgruppe interessiert sind.

 

Alle weiteren Schritte übernimmt der BDAJ gemeinsam mit euch. Wenn sich ausreichend Studenten pro Hochschule finden, kommt es zu einem von uns organisierten „Studententreffen“, bei dem die Interessenten über die Gründung ihrer Hochschulgruppe informiert werden und wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Hochschulgruppenarbeit erhalten. Außerdem könnt ihr alle anderen Personen auf dem „Studententreffen“ kennen lernen, die ebenfalls der BDAJ-Hochschulgruppe beitreten wollen, und so euer soziales Netzwerk vergrößern und stärken.

 

Wenn ihr also schon immer eure Hochschullandschaft mitgestalten wolltet, euch gefragt habt, wann der BDAJ endlich in vollem Umfang auch gezielt Studenten in seine Arbeit einbindet oder wenn ihr seit langem den alevitischen Glauben und die alevitische Kultur an eurer Hochschule vorstellen möchtet, dann habt ihr jetzt die Möglichkeit dazu.

 

Informiert und findet Studenten, leitet eure Kontaktdaten an uns weiter, gründet eure eigene Hochschulgruppe – und werdet so ein Teil der BDAJ Hochschulgruppen-Initiative!

 

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