"Fast 800.000 Aleviten leben in Deutschland" - "Wie schaut aber das Gemeinschaftsgebet in einem Cem aus?" - "Wir tauchen gemeinsam in die mystische Welt der Aleviten ein..." - Unser Lerncem am 19.09.2010 ab 13:00 Uhr
Rassismus und Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft
Diskriminierung
aufgrund der ethnischen Herkunft, der Religion oder der sexuellen Identität ist
auch in Duisburg weit verbreitet. Sie betrifft viele gesellschaftliche Bereiche
vom Arbeitsmarkt über den Wohnungsmarkt bis zur Freizeit. Auch zeigt sich, dass
Lesben und Schwule mit Migrationshintergrund mehrfach diskriminiert werden. Gleichzeitig
ist zu beobachten, dass rassistische Einstellungen unter Schwulen und Lesben verbreitet
sind und MigrantInnen sich homophob äußern.
TAGESSEMINARE
ZUM THEMA „Alevitische Wertevorstellungen – Von Anatolien nach Europa“AM 10., 11. UND 12. SEPTEMBER IN NRW
Der Referent Levent
Mete nimmt in diesen interaktiven Jugendseminaren die Zuhörer mit auf eine spannende
Reise über die Wurzeln der Alevîs in Anatolien bis zu ihrer Gegenwart in
Deutschland. Er geht dabei unter anderem auf Fragen ein wie:
Nach welchen Idealen
leben die Alevî? --- Welche ethisch - moralischen Werte sind charakteristisch?
--- Was ist ein „Cem“? --- Was bedeutet es heute noch für Jugendliche? --- Was
können die Prinzipien des „Cem“ für unseren Alltag bedeuten?
Die Musik
hat im Alevitentum einen sehr hohen Stellenwert. Die Langhalslaute symbolisiert
für die Aleviten mystisch gesehen die Hoffnung und Sehnsucht auf eine bessere,
gerechte Welt. Mit diesem Instrument werden nicht nur die Gebetsrituale in
einer Cem-Zeremonie abgehalten, sondern auch alevitische Werte und Normen an
die nachfolgende Generation weitergegeben. Viele alevitische Jugendliche
erlernen das Spiel mit der Langhalslaute, aber auch das Singen von
melancholischen Liedern hat eine lange Tradition.
[Filiz Sirin] Im Rahmen des
Tandem Projekts „GENDER-Lotsin“, das die Alevitischen Jugend in NRW (BDAJ-NRW) in
Kooperation mit dem Multikulturelle Forum e.V. durchführt, sammelten sich vom
29. -30. Mai 20 Frauen aus ganz NRW zur ersten Wochenendschulung mit dem
Themenschwerpunkt „Identität und Ortsbestimmung“ in der Alevitischen Gemeinde
Dortmund e.V.