[Filiz Sirin] Die Angabe der Religionszugehörigkeit auf türkischen
Personalausweisen verstößt gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. In
dem Urteil wurde vom Menschenrechtsgerichtshof festgestellt, dass auch die seit
2006 in der Türkei vorhandene Möglichkeit, das Feld «Religionszugehörigkeit» in
den Personaldokumenten frei zu lassen, nicht ausreiche.
Am Sonntag, 07. Februar
2010 finden in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens erstmalig Wahlen
zu den Integrationsräten bzw. Integrationsausschüssen statt. Früher existierten
nur Ausländerbeiräte. Diese wurden mit einer Gesetzesänderung aufgewertet und
mit mehr Rechten versehen. Nun werden die neu zu wählenden Gremien entweder
Integrationsräte oder Integrationsausschüsse heißen.
[Emre Esen, Abuzar Erdogan] Ein
Demokrat, ein Menschenrechtler, eine Ehrenwürdigkeit oder vielleicht doch nur
ein Separatist? Genau diese Antworten sind aus der gegenwärtigen Öffentlichkeit
der Türkei herauszuhören. Doch auf die Frage wer Hrant Dink war, ist im
Hinblick auf seine Biographie eine klare Antwort zu geben. Er war schlichtweg
ein Mensch, der wusste menschlich zu handeln, nicht auf Provokation und Rache zu
setzen, sondern die Wahrheit vor Verleugnungen zu schützen.
[Ali Ekber Erez] Eines der größten Probleme liegt in
einer mangelnden Kompromissbereitschaft und Offenheit der ansässigen
Bevölkerung Neuem und Fremden gegenüber und anderseits in der mangelnden
Aufklärung auf beiden Seiten. Die Freiheit der Religionsausübung gehört zu den
Grund- und Menschenrechte und ist allen Verfassungen und in der
Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen niedergelegt. Diese Freiheit ist
aber nicht schrankenlos. Die Religionsfreiheit findet ihre Grenzen in den
konkurrierenden Grund- und Menschenrechten anderer Menschen, die durch die
Ausübung religiöser Überzeugungen ihre Grundfreiheiten verletzt sehen. Der
Staat müsste heute die Aufgabe haben, die konkurrierenden Grundrechte zu
sichern und zu einem Ausgleich zu bringen.
[Abuzar Erdogan]
Der zweite Teil des vom Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V.
(BDAJ) in Partnerschaft mit der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej)
organisierten Juleica-Seminars ist vollbracht. Vom 2.- bis zum 6.Januar trafen
sich die Jugendlichen um durch Kommunikation, Methode und Verantwortung die
Legitimation zum Jugendleiter zu erhalten. Das Vermitteln dieser Aspekte prägte
in Form von Gruppenarbeit, Peer Education, Präsentation oder auch in Form von
Rollenspielen die Tagesordnung der Schulung.